Das Wort des Lebens

> Das Wort des Lebens_Die Botschaft vom Kreuz (27) Feurige Schlangen und das Kreuz

Datum 2018-11-25 Manmin-Nachrichten No. 37 PDF Zählung 23
Nachrichten„Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben“ (4. Mose 21,9).

„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe“ (Johannes 3,14-15).


Wie in 4. Mose zu lesen ist, ließ Gott die Israeliten durch die Wüste ziehen, damit sie sich für den Eintritt in das an Kanaan, „ein Land, in dem Milch und Honig fließen“, qualifizieren konnten.

Doch sie kannten Gottes Willen nicht und fingen an, sich zu beschweren, sobald es schwierig wurde. Sie machten Gott ebenso Vorwürfe wie Mose, obwohl er sie aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit hatte. Eines Tages wirkte sich der alttestamentliche Zorn Gottes auf das Volk Israel in Gestalt von feurigen Schlangen aus. Und es steht geschrieben, dass viele Israeliten starben, nachdem sie gebissen worden waren.

Erst da kam das Volk zu Mose, um Buße zu tun. Als er für seine Mitmenschen Fürbitte tat, wies Gott Mose an, die eherne Schlange zu machen und sie auf eine Stange zu tun, auf die die Isareliten schauen sollten. So schuf Mose eine bronzene Schlange, befestigte sie auf einer Stange und alle, die zu ihr hochsahen, blieb am Leben, selbst wenn eine feurige Schlange sie gebissen hatte.



1. Geistliche Lehren aus dem Vorfall mit den feurigen Schlagen

1) Egal welcher Natur unsere Problem sind, müssen wir die Lösung bei Gott abholen.

Da der Allmächtige die absolute Macht über Leben und Tod, Segen und Unglück hat, konnte Er die Israeliten vor den feurigen Schlangen retten. Diese Schlangen kamen nicht einfach aus der Erde hervorgekrochen. In der Wüste kommen Schlangen und Skorpione gewöhnlich vor. Doch da Sein Volk Seinen Schutz genossen hatte, konnten diese Tiere ihnen nichts anhaben. Als die Israeliten dann aber gegen Gott redeten, standen sie nicht mehr unter Seinem Schutz und litten somit Schaden (4. Mose 21,5-6). So mussten sich die Israeliten an Gott wenden, um die Lösung für den Grund ihres Problems mit den feurigen Schlangen zu finden.

Mit den „feurigen Schlangen“ ist der Teufel, Satan, gemeint. In 1. Mose 3,14 hatte Gott zu der Schlange, die die Frau in Versuchung geführt hatte, gesagt: „Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens!“ Mit dem „Staub“ war der Mensch gemeint, der vom Staub der Erde geformt worden war. Nachdem Adam ungehorsam war, fing der Teufel – der Feind – an, alle fleischlichen Menschen in ihrer Sünde anzugreifen und die Menschheit mit Drangsal und Leiden zu peinigen.

Alle Kinder Gottes müssen sich an den Herrn wenden, um die Wurzel ihrer Probleme zu finden und sie gemäß der Bibel zu lösen (1. Johannes 5,18). So wie das Volk Israel wegen seiner Sünden Buße tat und vor Mose trat, müssen die Kinder Gottes zu Ihm kommen und für ihr Fehlverhalten Buße tun. Wenn Menschen von Herzen Buße tun, die Mauern der Sünde einreißen und ins Licht treten, löst Gott ihre Probleme – egal welcher Natur sie sind.

2) Wir müssen Glaubensprüfungen mit Dankbarkeit und Freude aushalten.

Selbst die Vorväter des Glaubens mussten alle Möglichen Anfechtungen überstehen. Die Prüfungen für das Volk Israel in der Wüste waren Teil eines Prozesses, den es durchlaufen musste – und zwar vor dem Einzug in Kanaan, dem Land, mit dem Gott sie gesegnet hatte (5. Mose 8,15-16). Wenn sie Gott wirklich vertraut hätten, anstatt zu murren, hätten sie sich aus Dankbarkeit für Seine große Liebe und Seinen Segen verändern lassen.

Wenn wir Glaubensprüfungen mit Dankbarkeit und Freude aushalten, kommen wir definitiv ins Land des Segens. In Römer 8,18 lesen wir: „Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“ Wenn wir unserem barmherzigen Gott in allen Situationen vertrauen, bis zum Ende geduldig bleiben (Jakobus 5,11) und dankbar sind, können wir den für uns bereitliegenden Segen empfangen.

3) Uns muss die Liebe Gottes klar sein, mit der Er uns geholfen hat, Glauben zu empfangen, wenn wir auf die bronzene Schlange schauen.

Als die Israeliten von feurigen Schlangen gebissen wurden, konnten sie nur überleben, wenn sie auf die bronzene Schlange auf der Stange schauten. Heißt das, Gott konnte sie nicht in Seiner eigenen Macht heilen, ohne dass sie auf die bronzene Schlange zu schauen brauchten?

Wenn das Volk Israel einen Glauben wie der Hauptmann gehabt hätte, der in Matthäus 8 zu Jesus sagte: „Sprich nur ein Wort“, dann hätte Gott nur sagen brauchen: „Seid geheilt.“ Doch die Israeliten hatten diese Art von Glauben nicht.

Egal wie stark sich die Macht Gottes manifestiert, nützt sie nichts, wenn die Menschen nicht daran glauben. Darum gab Gott den Israeliten ein sichtbares Symbol für den Glauben. Als sie die bronzene Schlange auf der Stange sahen, konnten sie besser glauben, dass Gott sie vor dem Schaden durch die feurigen Schlangen beschützen würde.



2. Gottes Vorsehung der Errettung durch Jesu Kreuzigung

Beachtet, was in Johannes 3,14-15 steht: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“ Damit ist die Kreuzigung Jesu gemeint. So wie die Schlange aus Bronze auf eine Stange getan wurde, sollte Jesus – obwohl Er sündlos – an ein Kreuz geschlagen werden, um uns von unseren Sünden zu befreien.

Normalerweise ist die Schlange ein Symbol für Satan. Warum vergleicht die Bibel das Betrachten einer bronzenen Schlange auf einer Stange mit dem Betrachten Jesu am Kreuz?

Der Grund ist, dass die Kreuzigung Jesu die Zerstörung des Feindes, also Satans, bedeutet. Wenn wir unsere Augen auf Jesus am Kreuz richten, ist das so, als würden wir die Zerstörung der Autorität des Teufels sehen. Wenn wir das glauben, empfangen wir das ewige Leben.

Gemäß dem Gesetz im geistlichen Raum ist der Lohn der Sünde der Tod (Römer 6,23). Somit waren nach Adams Sünde er und alle seine Nachkommen dem Tode geweiht. Doch Jesus kam auf die Welt, um die Menschheit zu retten. Durch das Aufhetzen von Menschen sorgte der Teufel dafür, dass ein sündloser Jesus ans Kreuz geschlagen wurde.

Der Feind dachte, wenn er Jesus tötet, könne er für immer die Gewalt über den Tod haben. Doch er verlor diese Autorität, weil die Todesstrafe – laut den Gesetzmäßigkeiten im geistlichen Raum – nur für Sünder gilt. Doch der Teufel verstieß gegen das Gesetz und ermordete Jesus, der die Sünde weder geerbt noch jemals selbst gesündigt hatte.

Dadurch ist der Feind gezwungen, die Macht des Todes loszulassen und sie Jesus zu übergeben, sobald ein Mensch Jesus als seinen Erretter annimmt.

Liebe Brüder und Schwestern in Christus, Jesu Kreuzigung vor rund 2000 Jahren hat es allen Menschen möglich gemacht, die Errettung und das ewige Leben im Glauben zu empfangen – ebenso wie Gebetserhörungen und reichen Segen. So bete ich im Namen des Herrn Jesus, dass ihr die Botschaft vom Kreuz wirklich begreift, hier auf Erden als Kinder Gottes Macht und Segen empfangt und am Ende den Himmel für immer genießen könnt.